
Theresa Scherm als neue Stadträtin vereidigt
Der Stadtrat von Geiselhöring hat ein neues Mitglied: Theresa Scherm, die bisherige Ortssprecherin von Haindling, ist in der Fraktion der Freien Wähler für Angela Ramsauer nachgerückt, die ihr Mandat aus gesundheitlichen Gründen zum 31. August 2026 niedergelegt hat. In der September-Sitzung hat Bürgermeister Herbert Lichtinger Theresa Scherm als neue Stadträtin vereidigt. Thema in der Sitzung war außerdem die Änderung des Bebauungsplanes für das Industriegebiet, um den Weg für die Ansiedlung eines Unternehmens zu ebnen.
Sechs Kandidaten von der Liste der Freien Wähler wurden heuer am 8. März von den Geiselhöringer Bürgern in den Stadtrat gewählt; Theresa Scherm schaffte es als Listennachfolgerin auf Platz sieben und rückte nun für Angela Ramsauer in das Gremium nach. So erhoben sich zu Beginn der jetzigen Sitzung alle Stadträte, als die Agraringenieurin nach vorne trat und die feierliche Eidesformel nachsprach, die ihr Bürgermeister Herbert Lichtinger mit der Bürgermeisterkette um den Hals vorlas: „Ich schwöre Treue dem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland und der Verfassung des Freistaates Bayern. Ich schwöre, den Gesetzen gehorsam zu sein und meine Amtspflichten gewissenhaft zu erfüllen. Ich schwöre, die Rechte der Selbstverwaltung zu wahren und ihren Pflichten nachzukommen, so wahr mir Gott helfe.“
Theresa Scherm übernimmt auch sämtliche Posten, die ursprünglich Angela Ramsauer in den diversen Rats-Ausschüssen besetzt hat. Sie ist somit Mitglied im Wirtschaftsausschuss und im Rechnungsprüfungsausschuss sowie stellvertretendes Mitglied im Bauausschuss und im Finanzausschuss. Außerdem fungiert sie künftig als stellvertretende Verbandsrätin im Wasserzweckverband und als Mitglied im Kuratorium der Stadt- und Pfarrbücherei.
Bauleitplanverfahren im Industriegebiet läuft auf Hochtouren
Erstmals mitstimmen durfte Theresa Scherm dann beim anschließenden Tagesordnungspunkt zur Änderung des Bebauungsplanes für das Industriegebiet. Diese Änderung ist notwendig, um die potentielle Neuansiedlung eines Unternehmens zu ermöglichen. Jüngst wurde im entsprechenden Bauleitplanverfahren die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit sowie der Behörden und Träger öffentlicher Belange durchgeführt. Stellungnahmen aus der Öffentlichkeit gingen dabei keine ein. Die Äußerungen der Behörden und deren Berücksichtigung in den Planunterlagen trug den Stadträten Simon Eisenhut, der Leiter des Fachbereichs Planen und Bauen, vor.
So wird auf die Rückmeldung des Landwirtschaftsamtes hin ergänzt, dass der potentielle Bauwerber Geruchs-, Staub-, Licht- und Geräuschentwicklung dulden muss, die zwangsläufig zu gegebener Zeit von benachbarten landwirtschaftlichen Flächen ausgehen werden. Sehr umfangreich fiel die wasserrechtliche Beurteilung des möglichen Bauvorhabens aus. Wie Simon Eisenhut ausführte, liege der Planungsbereich im südlichen Abschnitt teilweise im ermittelten Überschwemmungsgebiet des dortigen Doppelgrabens. „Die Hochwassersituation darf hier durch das Bauprojekt nicht verschlechtert werden.“ Deshalb soll ein sogenanntes Flutungsrecht, auch bezeichnet als Überflutungs-Dienstbarkeit oder Hochwasser-Dienstbarkeit, in Form einer beschränkt persönlichen Dienstbarkeit zugunsten der Stadt Geiselhöring als Träger der Bauleitplanung im Grundbuch eingetragen werden. Generell sei für die Planung die wasserrechtliche Erlaubnis vorhanden. Letztlich stimmten die Stadträte einstimmig für sämtliche von Simon Eisenhut aufgeführten Beschlussvorschläge. Entsprechend werden die Planunterlagen nun überarbeitet und der Öffentlichkeit sowie den Behörden erneut vorgelegt.
Beim abschließenden Tagesordnungspunkt „Wünsche und Anträge“ beantragte Stadtrat Franz Stierstorfer, dass in Greißing ortseinwärts vom Berg herunter eine Geschwindigkeitsmessung durchgeführt werden solle. Daraufhin wiederholte Stadtrat Manfred Fuß seine Bitte aus der letzten Sitzung, auch in Sallach von Geiselhöring her kommend und am Ortseingang Hadersbach aus Richtung Franken Geschwindigkeitsmessungen durchzuführen.
Bildunterschrift: Bürgermeister Herbert Lichtinger vereidigte Theresa Scherm feierlich als neue Stadträtin.
