Eingabehilfen öffnen

Zum Hauptinhalt springen

Home

Neue Hauptwasserleitung auf 1,4 Kilometern

Nach der Mozartstraße verläuft jetzt auch in der Anton-Bruckner-Straße eine neue Hauptwasserleitung. Wegen der gehäuften Zahl an Wasserrohrbrüchen hat der Wasserzweckverband Mallersdorf entschieden, die Leitung in diesen beiden Straßen sowie in einem Teil der Landshuter Straße auszutauschen. Bis zum Sommer soll die gesamte Maßnahme auf einer Länge von 1,4 Kilometern abgeschlossen sein. Insgesamt investiert der Verband rund 950.000 Euro in die Verbesserung seiner Infrastruktur in Geiselhöring. 

Bürgermeister Herbert Lichtinger nutzte vor kurzem den wöchentlichen Besprechungstermin der Verantwortlichen der Baustelle und des Wasserzweckverbands, um sich vor Ort über den Verlauf der Bauarbeiten und deren geplanten Abschluss zu erkundigen. Wie der Vorsitzende des Wasserzweckverbands Karl Wellenhofer dabei informierte, seien die alten Leitungen in der Mozart- und Anton-Bruckner-Straße noch von der Stadt Geiselhöring verlegt worden; er schätzte ihr Alter auf mindestens 60 Jahre. Entsprechend spröde waren sie und entsprechend oft kam es zu Rohrbrüchen. „Je nach Aufwand können die Kosten für die Reparatur nach einem Rohrbruch zwischen 5.000 und 30.000 Euro liegen“, erklärte Wellenhofer den Grund, warum sich der Verband dazu entschieden hat, die Leitungen vorsorglich komplett auszuwechseln. Der Auftrag mit einem Volumen von 950000 Euro ging an das Tiefbauunternehmen Sommer aus Wegscheid.

So wurden im  zweiten Halbjahr 2025 zuerst die Mozartstraße ab der Johann-Sebastian-Bach-Straße und im Anschluss ein Teil der Landshuter Straße, von der Einmündung der Mozartstraße bis zur Einmündung der Weberstraße, zur Baustelle. Die teilweise Vollsperrung der Mozartstraße konnte durch eine Umleitung über die nord-östliche Anton-Bruckner-Straße abgefedert werden, in der Landshuter Straße wurde mit einer halbseitigen Sperrung samt Ampellösung gearbeitet.

Leitung aus den Gärten in die Straße verlegt

Die Landshuter Straße stadteinwärts, vom Netto-Markt bis zum Bick-Eck, erhielt bereits 2016 eine neue Hauptwasserleitung im Vorfeld der damaligen Sanierung der Staatsstraße, erinnerte Ludwig Sigl, Werkleiter des Wasserzweckverbands. Im jetzt bearbeiten Abschnitt der Landshuter Straße stadtauswärts verlief die alte Wasserleitung noch durch die Gärten hinter den Häusern und wurde nun nach vorne in die Straße und damit auf öffentlichen Grund verlegt. „Der Verlauf der Leitung in den Privatgärten war uns schon immer ein Dorn im Auge, weil wir bei Rohrbrüchen ganze Garten hätten umreißen müssen und die Leitungstrasse mit Baggern gar nicht erreichen konnten.“

Mit der aktuellen Erneuerung der Leitungen wurde die gesamte Wasserversorgung verbessert, indem größere Rohre verbaut wurden, erläuterte Martin Burgmeier, Technischer Leiter des Wasserzweckverbands: Anstelle von Leitungen mit 100 Millimeter Durchschnitt wurden Leitungen mit 150 Millimeter Durchschnitt verlegt und bisherige 80 Millimeter-Leitungen wurden durch 100 Millimeter-Leitungen ersetzt. So kann im Brandfall auch eine höhere Löschwassermenge entnommen werden. „In der Landshuter Straße haben wir den Brandschutz generell verbessert, weil wir einen zusätzlichen Hydranten eingebaut haben.“ Statt Gussrohre wie früher werden heutzutage im übrigen Polyethylen-Rohre verlegt: „Gussrohre werden spröde, so dass größere Schäden entstehen können. Bei PE-Rohren dagegen kommen höchstens mal kleinere Spannungsrisse vor.“

Fertigstellung für Ende Juli geplant

In der heuer aufgerissenen Anton-Bruckner-Straße ist die neue Hauptleitung mittlerweile verlegt, im nächsten Schritt werden die Absperrschieber und die Hausanschlüsse bis zu den Grundstücksgrenzen eingebaut. Ob sie ab dort ihre Hausanschlussleitung bis in den Keller ebenfalls erneuern lassen, ist die Entscheidung der Hauseigentümer, da sie ab der Grundstücksgrenze auch die Kosten für die Erneuerung des Hausanschlusses tragen müssen.

Der letzte Abschnitt, in dem die Hauptwasserleitung erneuert wird, ist der Teil der Mozartstraße von der Anton-Bruckner-Straße bis zur Bahnhofstraße, berichtet Karl Wellenhofer. Auch in diesem Bereich kommen auf die Autofahrer teilweise Vollsperrungen und Umleitungen zu. Sämtliche Rohrgraben würden abschließend wie in der Mozartstraße und in der Landshuter Straße schon geschehen wieder asphaltiert und die Nahtstellen mit Flüssigbetumen nochmal abgedichtet. Im Juli soll die komplette Maßnahme abgeschlossen sein, ging  der Verbandsvorsitzende abschließend auf den Zeitplan ein: „Dann haben wir in Geiselhöring auf einer Länge von 1,4 Kilometern eine neue Hauptwasserleitung.“

Bildinfo: Bei der Baubeprechung vor Ort waren (von links) Alexander Lang, Capo der Firma Sommer, Bauhof-Leiter Stefan Hierl, Thomas Lehner, Wassermeister des Wasserzweckverbands (WZV) Mallersdorf, Verbandsvorsitzender Karl Wellenhofer,  Bürgermeister Herbert Lichtinger, WZV-Werkleiter Ludwig Sigl, Martin Burgmeier, Technischer Leiter des WZV, und  Manuel Christl vom Ingenieurbüro Christl in Prackenbach.

Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.