
Spatenstich für neue Kita
„Die Sonne passt zu unserer Stimmung“, meinte Bürgermeister Herbert Lichtinger angesichts des schönen Wetters beim Spatenstich zum Bau der neuen Kindertagesstätte (Kita) am Freizeitgelände. Auf dem ehemaligen Bolzplatz wurde jetzt damit begonnen, die Erde abzutragen, um die Punktfundamente für das Gebäude in Containerbauweise zu erstellen. Zu diesem freudigen Ereignis waren auch einige Kinder der Kita im Pfarrheim gekommen, die in den Neubau umziehen werden. Sie wollten mit ihren mitgebrachten Plastikschaufeln am liebsten gleich mitbuddeln, damit das Bauprojekt umso schneller vorangeht. Die Fertigstellung ist für den Frühsommer geplant. Der Stadtrat hat in seiner Sitzung wenige Tage nach dem Spatenstich auch schon den Namen für die neue Kita beschlossen: Sie wird "Kindertagesstätte am kleinen Kaiser" heißen, in Anlehnung an den benachbarten Hügel im Freizeitgelände. Der Name war auch der Favorit des Kita-Personals.
Der Stadtrat hat im vergangenen Jahr die Entscheidung getroffen, eine weitere Kindertagesstätte am Freizeitgelände in Modulbauweise zu errichten. Diese wird die neue Heimat für je 25 Kinder in zwei Kindergarten-Gruppen sowie 12 Krippen-Kinder. Auf die Containerbauweise fiel die Wahl, weil das Gebäude durch die Kombination von vorgefertigten Containermodulen schnell und flexibel errichtet werden kann.
Der Bau mit 430 Quadratmetern Grundfläche wird vom Freistaat großzügig finanziell gefördert und soll für die Dauer von zehn Jahren stehen bleiben. Eine genügend lange Zeitspanne, in der die Stadt entweder eine neue feste Kita bauen kann - etwa am Schleusinger-Grundstück - oder ein bestehendes Gebäude für die Nutzung als Kita saniert. Im Fokus ist dabei das Jugendtagungshaus, falls sich der Landkreis dazu entscheidet, es nicht weiter als solches zu betreiben.
Hochwertige Ausstattung
Das etwa 46 Meter lange und 15 Meter breite neue Kita-Gebäude entsteht parallel zur Stockhalle. Auf seiner westlichen Längsseite Richtung Laufbahn und Fußballplatz werden nebeneinander die drei Gruppenräume für die Kindergarten- und Krippenkinder samt Nebenräumen angeordnet. Getrennt durch einen Flur befinden sich ihnen gegenüber der Eingangsbereich mit Eltern-Warteraum und Kinderwagen-Stellplatz, ein Mehrzweckraum etwa zum Turnen, ein Speiseraum, eine Küche sowie Personalräume und ein Lagerraum. Insgesamt werden 39 Container und 4 Sanitärcontainer verbaut. Je nach Größe setzt sich ein Raum aus mehreren Containern zusammen, zum Beispiel die Kindergarten-Gruppenräume aus drei Containern und der Mehrzweckraum aus vier Containern.
Erstellt hat den Plan das Architekturbüro hiw aus Straubing auf Grundlage des vorgegebenen Raumprogramms. Architekt Alexander Weny betonte beim Spatenstich vor allem eines: „Das wird in keinster Weise ein Behelfsbau, sondern ein bedarfsgerechter Bau, der gedämmt ist wie ein Neubau und auch sonst alle Vorschriften nach dem EEG-Gesetz erfüllt.“ Zur hochwertigen Technik und Ausstattung gehörten unter anderem ein Split-Klimagerät zum Heizen und Kühlen der Räume, dimmbare Leuchten, Türen mit Glasausschnitten, Linoleum-Böden und eine vorgesetzte Terrasse samt Verschattungen. Alles sei für eine Standdauer von mindestens zehn Jahren konzipiert. „Mit normalen Containern, die man vom Bau oder Überseetransporten kennt, haben die hier verbauten Container eher wenig zu tun.“
Erweiterung möglich
Den Innenausbau übernimmt eine darauf spezialisierte Firma. Sie kann loslegen, wenn die Container Ende März angeliefert werden. Auch die mit den Kita-Mitarbeitern abgestimmte Möblierung ist bereits bestellt. Eine mögliche Erweiterung der Kita lässt die Planung ebenfalls zu.
Bürgermeister Herbert Lichtinger verwies beim Spatenstich auf die vorteilhafte Lage der künftigen Kita im Freizeitgelände samt großem Parkplatz zum Bringen und Holen der Kinder. Er zeigte sich erfreut über die hohe Förderung seitens des Freistaates und war froh, dass alle Gewerke vergeben sind, so dass die Baumeisterarbeiten jetzt starten konnten. „Das Gebäude stellen wir, aber ihr werdet es mit Leben füllen!“ wandte er sich an die Kindergarten-Kinder und das Personal und stellte den Einzug für Mai in Aussicht.
Die Kosten für die Kita belaufen sich auf 1,2 Millionen Euro. Wegen der langen Standdauer gewährt der Freistaat eine Förderung in Höhe von rund 750.000 Euro, so dass die Stadt rund 500.000 Euro investieren muss.
Die Bürger werden gebeten, für die Dauer der Bauarbeiten die Sperrung des Geh- und Radwegs zwischen dem Bolzplatz und der Stockhalle zu beachten.
Bildinformation: Ein freudiger Vormittag am Freizeitgelände: Zusammen mit Kindergartenkindern und Mitarbeitern der Kita im Pfarrheim vollzogen Bauhof-Leiter Stefan Hierl, Bauunternehmer Tobias Zellmeier, Kita-Leiterin Tanja Salbinger, Bürgermeister Herbert Lichtinger, Anja Penner und Alexander Weny vom Architekturbüro hiw, Sonja Mauser vom Amt für Planen und Bauen sowie Tobias Steimer, Chef des Baggerbetriebs Steimer (von links), den Spatenstich für den Bau der neuen Kindertagesstätte.
