Bürgerbus

Bürgerbus fährt mit Erfolg - Fahrgäste nehmen Bus gerne in Anspruch

 

Mehr Mobilität für die ältere Generation

Geiselhöring. Auf Initiative der Stadt Geiselhöring wird ein "Bürgerbus" vornehmlich für die ältere Einwohnerschaft von Geiselhöring und der umliegenden Ortsteile eingeführt.

Aufgrund des demografischen Wandels sieht es die Stadt als Pflichtaufgabe, dieser Bevölkerungsschicht besser gerecht zu werden und für zusätzliche Mobilität zu sorgen, so Bürgermeister Bernhard Krempl.

Anfang des Jahres 2012 schlossen in Geiselhöring zwei Verbrauchermärkte. Die umliegend wohnenden Kunden, hauptsächlich auch ältere Personen, waren davon negativ betroffen. Viele von ihnen wünschten sich daher die Möglichkeit einer Beförderung, um auf dem Stadtplatz oder im Einkaufszentrum einkaufen zu können.

Auch Seniorinnen und Senioren aus den umliegenden Ortschaften baten um eine zusätzliche Gelegenheit, um nach Geiselhöring fahren zu können. Aus Altersgründen und weil eine Fahrgelegenheit fehlt, ist es für sie oft schwierig, das mehrere km entfernte Geiselhöring zu erreichen.

Sozial engagierte Bürger übernehmen den Fahrdienst freiwillig und ohne Bezahlung. Dieses ehrenamtliche Engagement ist besonders hervor zu heben und steigert die Lebensqualität unserer älteren Bürgerinnen und Bürger, so Bürgermeister Krempl.

6 Personen haben sich dankenswerter Weise bereit erklärt in ihrer Freizeit mit einem städtischen Kleinbus (mit jeweils 9 Sitzplätzen) diese Fahrten durchzuführen.

Das Konzept beruht hauptsächlich auf dieser  Freiwilligkeit und der Unentgeltlichkeit. Die dabei entstehenden Betriebskosten für die Kleinbusse sowie die versicherungsrechtlichen Kosten trägt die Stadt Geiselhöring und unterstützt damit das ehrenamtliche Engagement der Fahrerinnen und Fahrer. Die Organisation wie die Erstellung eines Einsatzplanes für die Fahrerinnen und Fahrer, die Erstellung der Fahrpläne (Änderungen sind möglich) und die Anmeldung übernimmt die Verwaltung der Stadt Geiselhöring. Die Fahrten werden nach einem bestimmten Fahrplan durchgeführt, der in der Stadt Geiselhöring erhältlich ist oder auch im Internet unter http://www.geiselhoering.de/ zu finden ist.

Jeden Dienstag und Donnerstag fährt der „Bürgerbus" im Stadtgebiet Geiselhöring.

Jeden Dienstag fährt er zusätzlich in den Ortsteilen Ost mit Haindling, Hainsbach, Gingkofen, Pönning, Oberharthausen und Hirschling.

Jeden Donnerstag fährt er zusätzlich in den Ortsteilen West mit Greißing, Wallkofen, Sallach, Hadersbach und Dettenkofen. 

Die Fahrten sind kostenlos. Es ist keine Anmeldung mehr nötig. Die Fahrgäste sollten sich zu den vorgegebenen Zeiten an den Haltestellen einfinden. Es können maximal nur 9 Personen im Bus mitfahren.

Der Bürgerbus soll kein Taxiunternehmen sein und sieht sich nicht als Konkurrenzunternehmen. Es gibt keine Einzelfahrten und er  kann auch nicht zu einem bestimmten Termin geordert werden, so Krempl. Fahrten zum Arzt können wegen der Wartezeiten nicht durchgeführt werden. Auch für Rollstuhlfahrer ist der Bus nicht geeignet.

Der Bürgerbus soll eine Versorgungslücke in der notwendigen Beförderung älterer Menschen schließen. Er ist ein Pilotprojekt und künftig notwendig, um Frauen und Männern bis ins hohe Alter bestmögliche Versorgung und bestmögliche Lebensqualität zu bieten, betonte der Bürgermeister.

Die Stadt Geiselhöring wollte mit dem Pilotprojekt auch praktische Erfahrungen sammeln und auftretende Hindernisse  in Zusammenarbeit mit den Fahrerinnen und Fahrern bewältigen. Ziel war eine bestmögliche Umsetzung des Konzeptes, was gut gelungen ist. Weitere Fragen erteilt die Stadt Geiselhöring unter Tel. 09423-940011.