Eingabehilfen öffnen

Zum Hauptinhalt springen

Freibad-Sanierung: Stadtrat bewilligt 3,1 Mio Euro

Eine riesige Investition hat der Stadtrat in seiner jetzigen Sitzung auf den Weg gebracht: Das Gremium gab rund rund 3,1 Millionen Euro brutto für die Sanierung des Freibades frei. Konkret fließt das Geld in die Gewerke Baumeisterarbeiten, Edelstahlbecken  und Badewassertechnik. Die Gesamtkosten für die Sanierung des Freibades werden mittlerweile aufgrund von Kostensteigerungen auf rund 6,4 Millionen Euro brutto kalkuliert.

Normalerweise wird in gut einem Monat die diesjährige Freibad-Saison eröffnet. Aber heuer ist alles anders: Das Bad bleibt wegen der Sanierung geschlossen. Sie wurde bereits Ende des vergangenen Jahres mit der Fällung der Bäume vor dem Dusch- und Umkleidegebäude  sowie im Bad mit der Rodung von Büschen und dem Rückbau des Durchschreitebeckens beim Kiosk eingeleitet. Diese Maßnahmen waren bereits Teil des Gewerks Baumeisterarbeiten; mit dem Baumaßnahmen-Beginn noch im alten Jahr wurden erste Fördergelder von 500.000 Euro gesichert. Durch die  jetzige Freigabe von rund 3,1 Millionen Euro können nun das Restgewerk Baumeisterarbeiten, die Edelstahlbecken und die Badewassertechnik ausgeschrieben werden.

Im Vorfeld der Ausschreibung hat das Planungsbüro Krautloher die Kostenberechnung nochmal aktualisiert. Zum letzten Stand von Mai 2023 wurde eine Preissteigerung von 15 Prozent aufgeschlagen. Die Kosten der Gesamtmaßnahme belaufen sich somit auf rund 6,4 Millionen Euro brutto mit Nebenkosten. Rund 2,2 Millionen Euro können über Fördergelder finanziert werden. Da die Vorsteuer in Höhe von rund einer Million Euro rückerstattet wird, bleiben für die Stadt rund 3,2 Millionen Euro Eigenmittel.

Beschluss-Verschiebung abgelehnt

Die Preissteigerung von 800.000 Euro waren es dann auch, die den Freien Wählern (FW) in der Sitzung Unbehagen bereiteten: „Diese Mehrkosten sind im Moment nirgends abgebildet“, mahnte Fraktionsvorsitzender Stefan Singer im Hinblick auf den noch ausstehenden Haushalt 2026. Er stellte daher den Antrag, den Ausschreibungsbeschluss bis zur Haushaltssitzung am 29. April zu verschieben. Bürgermeister Herbert Lichtinger bekräftigte jedoch, dass man die Sanierung auf jeden Fall weiterführen wolle und gab zu bedenken, dass mit einer Verschiebung der Beschlussfassung nur die Ausschreibung und die Maßnahme verzögert werde und es zu weiteren Preissteigerungen kommen könnte. Der Antrag von Fraktionsvorsitzendem Stefan Singer wurde schließlich mit den Stimmen der zehn anwesenden CSU- und SPD-Räte gegen die fünf Stimmen der anwesenden FW-Räte abgelehnt und der Ausschreibungsbeschluss entsprechend mit 10 zu 5 Stimmen gefasst. Die Baumeisterarbeiten sollen Mitte Juni starten, teilte Bauamtsleiter Simon Eisenhut abschließend mit.

Eine längere Diskussion ergab sich beim Thema der Defizitübernahme für Kindergartenkinder, die die Kindertageseinrichtung (Kita) in Feldkirchen besuchen. Die dortige Gemeinde nimmt Kinder aus anderen Gemeinden nur dann auf, wenn sich die Gemeinde an den Defiziten der Kita beteiligt. Die Kindergärten und Kitas in Leiblfing, Laberweinting und Sünching, die ebenfalls Geiselhöringer Kinder als Gastkinder aufgenommen haben, verlangen diese Defizitübernahme nicht.

Rund 33.300 Euro Defizitübernahme?

Aktuell besuchen drei Oberharthausener Kindergartenkinder die Kita in Feldkirchen; für sie würde sich die Kostenübernahme für das anstehende Kindergartenjahr 2026/2027 auf 13.310,64 Euro  belaufen. Neu angemeldet sind zwei Krippenkinder, die als Geschwister eines der drei Kindergartenkinder neu in die Kita aufgenommen würden und für die die Stadt Geiselhöring ein Defizit von 19.966,08 Euro zahlen müsste. 

„Letztes Jahr waren wir noch froh, dass die drei Kindergarten-Kinder in Feldkirchen untergebracht werden konnten“, erklärte Bürgermeister Herbert Lichtinger. Jetzt aber baut die Stadt Geiselhöring die neue „Kita am Kleinen Kaiser“ am Freizeitgelände, welche nach dem aktuellen Anmeldestand nicht voll besetzt sein wird. Auch die weiteren drei Einrichtungen in der Stadt werfen deutliche Defizite ab. Deshalb empfahl Kämmerin Katharina Bauer den Räten, künftig die Defizitübernahme in anderen Gemeinden abzulehnen. Denn sonst müsste die Stadt nicht nur die eigenen Defizite, sondern zusätzlich auch die Defizite einer anderen Gemeinde tragen. Die Thematik wurde auch im Rechnungsprüfungsbericht der Stadt bemängelt. 

Krippenkinder müssen nach Geiselhöring

Sollen also künftig alle Kinder aus dem Geiselhöringer Gemeindegebiet auch in Geiselhöring in eine Krippe oder einen Kindergarten gehen müssen, wenn die Kapazitäten da sind? Oder sollen die drei Oberharthausener Kinder in der Kita Feldkirchen bleiben dürfen, bis sie in die Schule kommen, und auch die zwei Krippenkinder noch aufgenommen werden? „Das geht ins Geld“, meinte Stefan Singer. „Da kommt ein ganz schöne Summe zusammen!“ Die drei Kindergarten-Kinder aus ihrer Feldkirchener Gruppe herauszureißen, lehnten aber die meisten Räte ab: Mit 11 zu 6 Stimmen wurde befürwortet, dass sie bis zum Wechsel in die Schule weiter in die Feldkirchener Kita gehen dürfen. Dagegen wurde mit 6 zu 11 Stimmen abgelehnt, dass die beiden Geschwister-Krippenkinder zusätzlich in Feldkirchen aufgenommen werden und die Stadt Geiselhöring noch einige Jahre das Defizit übernimmt. Ihnen soll ein Krippenplatz in Geiselhöring zugesichert werden. Ob ihr älteres Geschwisterkind weiter in die Kita in Feldkirchen geht oder mit nach Geiselhöring wechselt, bleibt den Eltern überlassen.

In den weiteren Tagesordnungspunkten ging es zum einen um die Spenden von rund 13.200 Euro, die die Stadt im Haushaltsjahr 2025 erhielt, von Einzelpersonen sowie von Gruppen, Vereinen und Banken. Begünstigte waren zum überwiegenden Teil die Kitas, die Grund- und Mittelschule sowie  die Stadt- und Pfarrbücherei. Gemäß den Handlungsempfehlungen des Innenministeriums für den Umgang mit Spenden genehmigte der Stadtrat die Annahme der Spenden mit einem Betrag über der Bagatellgrenze von 100 Euro.

Nachtfahr-Verbot für Mährobotor kommt

Zum anderen beschäftigten sich die Räte einmal mehr mit einer  Freiflächen-Photovoltaikanlage, dieses Mal mit der Anlage „Seefeld“ nordöstlich von Hadersbach. Zur Änderung des Bebauungsplanes zum Bau dieser Anlage gingen bei der Beteiligung der Öffentlichkeit keine Stellungnahmen ein, bei der gleichzeitig erfolgten Beteiligung der Behörden und Träger öffentlicher Belange dagegen schon. Diese trug Bauamtsleiter Simon Eisenhut vor und erörterte deren Berücksichtigung.  Einstimmig fassten die Räte daraufhin den Satzungsbeschluss für die Anlage.

Unter dem Punkt „Wünsche und Anträge“ berichtete Stadträtin Angela Ramsauer von Klagen von Anwohnern des Haindlinger Wegs, dass dort oft sehr schnell gefahren werde. Deshalb wünschen sie sich, dass zwischen Benefizium und Bahngleis ein Geschwindigkeits-Messgerät und/oder Blitzer aufgestellt wird. Bürgermeister Herbert Lichtinger sagte dies zu. Ebenso versprach er auf die Anregung von Stadtrat Franz Stierstorfer hin, dass zum Schutz der Igel von der Stadtverwaltung ein Nachtfahr-Verbot für Mährobotor vorbereitet werden soll.

Stadträtin Maria Vilsmeier bat darum, dass die schwache Straßenmarkierung der abknickenden Vorfahrt beim Rathaus nachgezogen werden sollte. Stadtrat Johannes Höring hat in den vergangenen Herbst- und Wintermonaten mehrfach wegen einer besseren Beleuchtung des Vorplatzes der Schule nachgefragt und appellierte an das Bauamt, diese bis zum  Herbst umzusetzen.

Bild: Ein Archivbild des Freibads, aufgenommen vor dem Beginn der Sanierungsarbeiten im Dezember 2025.

Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.